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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Freitag, der 18. März 2011 um 11.15 Uhr: In der „ausverkauften” Aula erwarten schon längst Schüler, Lehrer, Eltern, die Kultusministerin und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt den Beginn eines Ereignisses, das die Courage und Integration am Gymnasium ankurbeln soll und noch immer kommen wenige Nachzügler an, die noch zur verkürzten Hofpause auf dem Hof waren.

Let me take you by the hand and lead you through the streets of London.” – Das Lied von Ralph McTell erzählt von einsamen und armen Menschen in den „Streets of London”. Mit diesem Lied stimmen uns der Cantor-Chor und Dorothee Henke mit Karolina Suppes, die eine Sonata von Hans Ulrich Staebs für Altblockflöte und Klavier spielen, auf die Veranstaltung ein.

Nachdem der stellvertretende Schulleiter Herr Kammel alle Anwesenden begrüßt hat, macht Sachsen-Anhalts Kultusministerin Frau Prof. Dr. Wolff den Schülern Mut, weiter gegen Rassismus und für mehr Courage zu kämpfen. Schließlich hat Sachsen-Anhalt prozentual die meisten Schulen, die an dem Projekt teilnehmen. Frau Wolff erläutert, dass Courage bedeutet, nicht wegzuschauen. Courage bedeutet aber auch, bei Gewalt oder Erpressung einzuschreiten, auch wenn es deshalb unangenehm wird und man vielleicht als Außenseiter dasteht.

Nach dieser langen Ansprache lockern Jorma Marggraf mit einem Stück aus der Suite Nr. 5 von Johann Sebastian Bach auf dem Klavier und Shinian Niaz mit ihrem Gedicht „Ein Stern” die Zuhörer auf.

Doch was ist Courage aus Sicht der Schüler? Was ist Rassismus und wie erwartet man selbst im Ausland behandelt zu werden? Wichtige Fragen, vor allem, da man eigentlich nur über das redet, was man selbst tut oder tun kann. Diese und weitere interessante Fragen stellte der Medienkurs der 9. Klasse den Schülern und bekam teils nicht minder interessante Antworten, die dann in einem kleinen Film zusammengeschnitten wurden.

Ein Projektpaten gibt es natürlich auch und so sollen Vertreter der Dow Olefinverbund GmbH einige Grußworte an die Schüler und Lehrer der 59. Schule dieses Projektes richten. Wenn die Vertreter denn da wären...

Es ist bereits um die 12.00 Uhr herum, aber noch kein Titel in Sicht. Stattdessen holt Hoa Vuong mit „Lebensgrün” die Anwesenden aus der Filmatmosphäre wieder in eine Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” und wer kannte sich als Sänger mit Rassismus so gut aus wie Michael Jackson. Mit „Black or White” zeigt Joel Podolski den bekanntesten Zweig des Rassismus auf und steuert uns weiter in Richtung Ende der Veranstaltung.

Kann es eine bessere Überleitung zur Verleihung des Titels geben? Ja, kann es: Mit einer „Rap”oprtage läuten Taufiq El-Mokdad und Georg Till den Höhepunkt ein. Die Worte, die der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung von Sachsen-Anhalt den Schülern noch auf den Weg gibt, sind schon kaum noch wichtig. Wichtiger ist, was jetzt zum Vorschein kommt. Da ist es! Ein rechteckiges, knapp einen Meter breites Schild mit dem Schriftzug „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”. Maria Tannert und Sophia Sorge aus dem Schülerrat nehmen das Schild entgegen und letztere richtet noch einige Worte des Dankes an die Versammelten. Als Ausklang singt dann noch einmal der Chor. „Heal the World” trägt Michael Jackson zum Ende auf.

Make it a better place for you and for me”

Nikolas Weigt 2010